Deutschland: führender europäischer Investor und starker Industriepartner
Im Jahr 2025 führte Deutschland mit 331 Investitionsprojekten das Ranking der europäischen Investoren in Frankreich an und erreichte weltweit den zweiten Platz hinter den USA. Auf deutsche Investoren entfielen 18 % aller ausländischen Projekte, die insgesamt über 5.200 neue Arbeitsplätze schufen.
Ein wesentlicher Teil dieser Dynamik ist auf den Einzel- und Großhandel zurückzuführen. 56 % der deutschen Projekte betrafen die Eröffnung neuer Standorte, häufig in kleineren Kommunen: 64 % der neuen deutschen Niederlassungen entstanden in Gemeinden mit weniger als 20.000 Einwohnern – ein klarer Beitrag zur regionalen Entwicklung.
Noch aussagekräftiger ist jedoch der Blick jenseits des Handels: 69 Industrieprojekte deutscher Unternehmen wurden 2025 genehmigt – ein Anstieg von 30 % gegenüber 2024. Diese Investitionen, überwiegend Erweiterungen bestehender Standorte, führten zur Schaffung von mehr als 2.600 Industriearbeitsplätzen. Damit ist Deutschland nach Italien der zweitgrößte ausländische Schöpfer industrieller Arbeitsplätze in Frankreich.
Industrie, Innovation und Dekarbonisierung im Fokus
Die Industrie bleibt ein zentraler Pfeiler der Attraktivität Frankreichs. 2025 entfielen 472 Investitionsprojekte auf das verarbeitende Gewerbe, insgesamt mehr als 20.000 Arbeitsplätze. Besonders aktiv waren die Branchen Automobilindustrie, Gesundheitswirtschaft, Agri-Food sowie Energie und Recycling.
Ein klarer Schwerpunkt liegt zudem auf der Dekarbonisierung industrieller Standorte: Rund 70 Investitionsprojekte zielten 2025 auf die Reduktion von CO₂-Emissionen ab, insbesondere in energieintensiven Sektoren. Für deutsche Industrieunternehmen, die nachhaltige Produktionsmodelle verfolgen, bietet Frankreich hier ein besonders förderliches Umfeld – nicht zuletzt dank eines weitgehend dekarbonisierten Energiemixes und stabiler Energiepreise.
France 2030: Innovationsprogramm mit großem Marktpotenzial
Etwa ein Viertel der ausländischen Investitionsprojekte in Frankreich ist unmittelbar auf die strategischen Zielsetzungen des Programms „France 2030“ ausgerichtet. Das nationale Zukunftsprogramm verfügt über ein Gesamtvolumen von 54 Mrd. Euro, wovon bereits rund 40 Mrd. Euro verplant sind.
Deutsche und andere internationale Investoren engagieren sich dabei insbesondere in:
- Hightech-Bereichen wie KI, Cloud und Quantentechnologien,
- Gesundheit und Medizintechnik,
- Elektromobilität und Batterietechnologien,
- Erneuerbaren Energien und nachhaltigen Industrielösungen.
Frankreich positioniert sich damit klar als Innovations- und Industriestandort der nächsten Generation – offen für Kooperationen, F&E-Zentren und langfristige industrielle Ansiedlungen.
Frankreich als strategischer Markt für deutsche Unternehmen
Frankreich bleibt trotz globaler Marktverschiebungen ein zentrales wirtschaftliches Bindeglied für Deutschland: Als viertwichtigster Handelspartner liegt Frankreich 2024 direkt hinter den USA, China und den Niederlanden.
Für deutsche Unternehmen bedeutet dies: Frankreich ist nicht nur ein bedeutendes Absatz- und Beschaffungsland, sondern auch ein strategischer Standort für industrielle Investitionen, Innovation und langfristiges Wachstum.
Für deutsche Unternehmen – ob Mittelstand oder Großkonzern – bietet Frankreich dank seiner hoch entwickelten Infrastruktur und einer innovationsfreundlichen Industriepolitik wie „France 2030“, attraktive Perspektiven für Markteintritt, Expansion, industrielle Investitionen, M&A und Innovationsprojekte.
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